Kommunalwahlen: Erfolgreicher Test zur digitalen Stimmenerfassung
Bei den Kommunalwahlen hat München ein digitales Auszähltool getestet. Die erste Bilanz ist überzeugend. Das KVR möchte das System künftig stadtweit einsetzen.
Kommunalwahlen 2026: Erfolgreicher Test zur digitalen Stimmenerfassung
Bei den Kommunalwahlen 2026 haben Kreisverwaltungsreferat und it@M ein neues technisches Auszählsystem getestet. In 23 der insgesamt 690 Briefwahlbezirke haben die Wahlhelfenden die Stimmen der Wähler*innen mit dem sogenannten Wahllokalerfassungssystem digital an den Wahlkoffer übertragen. Die ersten Ergebnisse überzeugen Kreisverwaltungsreferentin und Wahlleiterin Dr. Hanna Sammüller und IT-Referentin Dr. Laura Dornheim. Sie starten eine gemeinsame Initiative, um das Wahllokalerfassungssystem bei künftigen Wahlen stadtweit zum Einsatz zu bringen.
Schnellere Ergebnisse, positives Feedback der Wahlhelfenden
Die Wahlhelfenden, die mit dem digitalen Tool die Stimmen für Stadtrat und Bezirksausschuss auszählten, kamen am Sonntag und Montag deutlich schneller voran als die Vergleichsgruppe. Einige Wahlvorstände waren so früh fertig, dass sie anschließend andere Briefwahl-Teams bei der Auszählung der Bezirksausschusswahlen unterstützen konnten. Das Feedback der Tester*innen fiel positiv aus. Die Mitarbeitenden des Wahlamts profitierten bei den Nachzählungen ebenfalls vom Wahllokalerfassungssystem. Die Bereitstellung der vorläufigen Endergebnisse ist in diesem Jahr früher möglich als bei vergangenen Kommunalwahlen.
Sobald die OB-Stichwahl abgeschlossen ist, werden Wahlamt und it@M den Pilotversuch detailliert evaluieren. Insbesondere wird geprüft, ob das Wahllokalerfassungssystem auch die Genauigkeit der Stimmenauswertung erhöht. Ist das der Fall, könnte die neue Erfassungsmethode schon bei der kommenden Migrationsbeiratswahl und perspektivisch auch bei künftigen Kommunalwahlen zum Einsatz kommen.
Gemeinsame Initiative von KVR und IT-Referat
Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller: „Das Wahllokalerfassungssystem hat sich bei der Auszählung der Stimmen für den Stadtrat und die Bezirksausschüsse als praxistauglich erwiesen. Die Wahlvorstände, die es bereits genutzt haben, übermittelten ihre Ergebnisse deutlich früher als andere Teams. Ich setze mich dafür ein, dass das Tool in Zukunft allen Wahlvorständen zur Verfügung steht, um Zeit zu sparen, die Genauigkeit der Auszählung zu erhöhen und die Akzeptanz und Zufriedenheit der Wahlhelfenden noch weiter zu steigern.“
IT-Referentin Dr. Laura Dornheim: „Digitalisierung soll das Leben für alle in unserer Stadt leichter machen – das gilt natürlich auch für unsere engagierten Wahlhelfenden. Das neue Erfassungstool erleichtert die Auszählung der Stimmzettel enorm. Ich freue mich sehr, dass wir als IT-Referat immer wieder solche innovativen Lösungen anbieten können.“