Stadtrat verabschiedet Perspektive Kita 2030

Orientierungsrahmen für eine starke, gerechte und zukunftsfähige Kindertagesbetreuung in der Landeshauptstadt München.

13. Januar 2026

Kinder auf einer Bank
Amelie Niederbuchner

Zukunftsfeste Kindertagesbetreuung für alle Kinder

Wie sollen Kitas in der Landeshauptstadt München morgen aussehen? Wie können alle Kinder bestmöglich unterstützt werden, unabhängig von Herkunft, Familiensprache oder Lebenslage? Und wie bleibt Kindertagesbetreuung auch in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen verlässlich und qualitativ hochwertig?

Antworten auf diese Fragen gibt die Perspektive Kita 2030, mit der der Bildungs- und Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrats heute die Fach- und Ausbauplanung für die Münchner Kindertagesbetreuung als strategischen Orientierungsrahmen für die Jahre 2026 bis 2035 verabschiedet hat. Die Perspektive Kita 2030 bündelt fachliche Qualität, soziale Verantwortung und Zukunftsfähigkeit mit einem klaren Ziel: bestmögliche inklusive Bildungs- und Betreuungsbedingungen für alle Kinder in der Stadt und gleichzeitig nachhaltige Rahmenbedingungen für die Menschen, die täglich in den Kitas arbeiten.

Amelie Niederbuchner

Ganzheitliche Kindertagesbetreuung

Münchner Kitas werden konsequent als demokratische Lernorte weiterentwickelt. Hierfür bilden die Kinderrechte die Grundlage jeglichen pädagogischen Handelns. Alle Kinder haben alters- und entwicklungsangemessen die Möglichkeit, sich zu beteiligen und ihre Meinungen zu äußern, sie werden wahrgenommen und gehört und ihre Mitbestimmung ist strukturell abgesichert. Beteiligungsverfahren und Feedbackmöglichkeiten werden gestärkt und verbindlich verankert – für Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen. Ziel ist es, Demokratie von klein auf zu erleben.

Soziale Gerechtigkeit

Kitas leisten einen aktiven Beitrag zur Armutsprävention und zum Abbau struktureller Benachteiligungen. Zugänge zu Bildung und Betreuung sollen für alle Kinder unabhängig von Herkunft, Familiensprache oder Lebenslage fair gestaltet sein. Armuts- und diskriminierungssensibles Handeln wird systematisch gestärkt – durch Qualifizierung, durchdachte Strukturen und sozialraumorientierte Vernetzung.

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit wird fest in der pädagogischen Praxis, im Betrieb der Einrichtungen wie auch auf strategischer Ebene verankert. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klima- und Ressourcenschutz sowie gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung gehören ebenso dazu wie die Gestaltung von Kitas als Lern- und Erfahrungsorte für verantwortungsvolles Handeln.

Entstehung und Ausblick

Entstanden ist die Perspektive Kita 2030 in einem breit angelegten, partizipativen Prozess.Träger und Verbände, Fachexpert*innen, Fachkräfte, Familien, Kooperationspartner*innen, weitere städtische Referate und der Stadtrat haben ihre Expertise eingebracht. Damit ist sie praxisnah, fachlich fundiert und langfristig tragfähig.

Mit der Perspektive Kita 2030 stellt die Landeshauptstadt München die Weichen für eine Kindertagesbetreuung, die Kinder stärkt, soziale Verantwortung übernimmt und nachhaltig wirkt – ein verlässlicher Rahmen für die nächsten zehn Jahre.

Bürgermeisterin Verena Dietl

3. Bürgermeisterin Verena Dietl
© Erol Gurian
3. Bürgermeisterin Verena Dietl

„Die Perspektive Kita 2030 ist ein starkes Bekenntnis der Landeshauptstadt München zu Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit von Anfang an. Sie zeigt, wie wir Verantwortung für Kinder und Familien übernehmen und gleichzeitig die Qualität unserer Kitas nachhaltig sichern und weiterentwickeln.“

Stadtschulrat Florian Kraus

Das Foto zeigt Florian Kraus, Leiter des Referats für Bildung und Sport.
Florian Kraus, Leiter des Referats für Bildung und Sport.

„Demokratiebildung beginnt nicht erst in der Schule. Mit der Perspektive Kita 2030 stärken wir Kinderrechte und echte Mitbestimmung von Anfang an. Münchner Kitas sind Orte, an denen Kindergehört werden, wo sie lernen Verantwortung zu übernehmen und Vielfalt als Stärke erfahren – das ist eine zentrale Grundlage für unsere demokratische Stadtgesellschaft.“