Neue Straßenbäume für die Arndtstraße

Die Baumpflanzungen in der Arndtstraße sind Teil des vom Stadtrat beschlossenen 3.500-Bäume-Programms für München.

03. März 2026

Pflanzung des ersten von sieben neuen Straßenbäumen in der Arndtstraße

Bäume Arndtstraße
Leonhard Simon
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Bürgermeister Dominik Krause, der Vorsitzende des Bezirksausschusses für die Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt, Benoît Blaser, und Boris Schwartz in Vertretung der Referentin für Klima- und Umweltschutz bei der Pflanzung des ersten von sieben neuen Straßenbäumen in der Arndtstraße.

Bürgermeister Dominik Krause, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Boris Schwartz in Vertretung der Referentin für Klima- und Umweltschutz sowie der Vorsitzende des Bezirksausschusses für die Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt, Benoît Blaser, haben die Pflanzung des ersten von sieben neuen Straßenbäumen in der Arndtstraße vor Ort begleitet.

Die Baumpflanzungen in der Arndtstraße sind Teil des vom Stadtrat beschlossenen 3.500-Bäume-Programms für München. Mehr als 1.500 neue Baumstandorte werden dabei – auf Basis von Vorschlägen der 25 Bezirksausschüsse – auf bislang versiegelten Flächen im Straßenraum geschaffen. Die Standorte sind so gewählt, dass sie die Aufenthaltsqualität im dicht bebauten urbanen Raum erhöhen sowie durch Verschattung und Entsiegelung zur Klimaresilienz der Quartiere beitragen.

Bürgermeister Dominik Krause:Städte und Gemeinden haben eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz. Wir setzen ihn unter anderem durch nötige Baumpflanzungen in die Tat um. Denn Bäume leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Klimaanpassung und Lebensqualität. Sie sind die natürlichen Klimaanlagen Münchens und fungieren als Lebensraum für viele Tiere. München heizt sich im Sommer aufgrund des Klimawandels immer stärker auf. Dem setzen wir ein flächendeckendes, städtisches Baumpflanzprogramm entgegen. Besonders freut mich, dass sich so viele Bürger*innen bei der Standortsuche beteiligt haben. Das zeigt, dass die Menschen sich mehr Grün in der Stadt wünschen.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer:Vor allem an Orten mit viel versiegelter Fläche ist der Baum im Straßenraum unverzichtbarer Baustein der Klimaanpassung und der blau-grünen Infrastruktur. Bäume kühlen ihre Umgebung ab und speichern große Mengen Wasser. An welchen Stellen in den Stadtvierteln der Bedarf an neuen Bäumen besonders hoch ist und wo neue Bäume sich gut einfügen, wissen die Menschen vor Ort am besten. Daher danke ich allen Bezirksausschüssen für die vielen uns übermittelten Standortvorschläge. Bis Ende 2025 konnten wir bereits rund 1.400 neue Bäume im Rahmen des 3.500-Bäume-Programms pflanzen, überwiegend in Grünanlagen. Ab diesem Jahr sollen jährlich etwa 150 neue Straßenbäume hinzukommen. Wo es – so wie hier in der Arndstraße –sinnvoll ist, nutzen wir die Baumaßnahme auch für Verbesserungen des Straßenraums zugunsten der Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität."

Christine Kugler, Referentin für Klima und Umwelt:Die Auswirkungen des Klimawandels spüren wir alle bereits am eigenen Leib. Bäume sind ein zentrales Element unseres Klimaanpassungskonzepts, mit dem wir München fit für die Zukunft machen wollen. Hitze wird besser reguliert und die Verdunstung durch Bäume, Grün- und Freiflächen und Gebäudebegrünung wird gefördert. In den Bestandsquartieren verfolgen wir die 3-30-300-Vision: Jede*r blickt dann auf drei Bäume, die Baumkronenüberschattung in öffentlichen Bereichen beträgt 30 Prozent und jede*r erreicht innerhalb von 300 Metern eine Grün- oder Freifläche. Deshalb freuen wir uns, mit dem Klimabudget die zusätzlichen Baumpflanzungen zu finanzieren, denn sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur klimaresilienten, zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt.

Das Baureferat (Tiefbau) hat die Arndtstraße sowie den Einmündungsbereich zur Palmstraße Ende vergangenen Jahres baulich angepasst und damit die Voraussetzungen für die Baumpflanzungen durch die Expert*innen des Gartenbaus geschaffen. Die sieben Bäume stehen in ehemaligen Parkbuchten entlang der Arndtstraße und im Kreuzungsbereich. Im Zuge der baulichen Anpassungen in der Arndtstraße hat das Baureferat außerdem die Verkehrssicherheit vor Ort verbessert. An der Kreuzung Arndtstraße/ Palmstraße sind die Gehwege durch vorgezogene Aufstellflächen – sogenannte Gehwegnasen – erweitert worden. Dadurch verkürzt sich die Querung für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich. Poller sichern die neuen Flächen zusätzlich. Darüber hinaus wurden in der Palmstraße 16 neue Fahrradstellplätze eingerichtet.

Neben der Arndtstraße hat das Baureferat bereits weitere Standorte im Stadtgebiet vorbereitet und die baulichen Voraussetzungen für 41 weitere Baumpflanzungen geschaffen – unter anderem in der Nederlinger Straße, der Stegmühlstraße, der Parkstraße, der Schanzenbachstraße, der Packenreiter/ Sarasatestraße, am Kiliansplatz sowie in der Viktor-Scheffel-Straße und der Flurstraße. Diese erfolgen durch den Gartenbau im Frühjahr 2026.

3.500-Bäume-Programm

Die Maßnahme in der Arndtstraße ist Teil des stadtweiten Programms für mehr als 3.500 zusätzliche Bäume im öffentlichen Raum: 2.000 neue Bäume in Grünanlagen und im bestehenden Straßenbegleitgrün sowie 1.500 im bisher befestigtem Straßenraum. Um vorab geeignete Standorte für die Pflanzungen im Straßenraum zu identifizieren, hatte das Baureferat (Gartenbau) bereits im Oktober 2020 alle Bezirksausschüsse um Vorschläge gebeten. Um daraus neue Baumstandorte zu generieren, hat das Baureferat Tausende potenzielle Baumstandorte auf ihre Machbarkeit hin untersucht und identifiziert.

Gepflanzt werden ausschließlich robuste, klimaresiliente Arten, die über viele Jahre auf ihre Eignung für die Münchner Standorte in der größten kommunalen Baumschule Deutschlands getestet wurden. Zudem hat das Baureferat vegetationstechnische Standards entwickelt, die auch an schwierigen Standorten gute Wachstumsbedingungen gewährleisten. Gerade im befestigtem Straßenraum ist der bauliche Aufwand besonders hoch, da Asphaltflächen zurückgebaut, Leitungen berücksichtigt und geeignete Baumquartiere hergestellt werden müssen.

Die Kosten für das Gesamtprogramm belaufen sich auf rund 52 Millionen Euro. Die Umsetzung wird im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz mit Mitteln des Bundes gefördert.

Förderung

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