Augustenstraße

Das Baureferat gestaltet die Augustenstraße um. Wesentliches Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Umgestaltung Augustenstraße
formstadt architekten
Visualisierung der Umgestaltung Augustenstraße

Baustelleninformation

Das Baureferat (Tiefbau) gestaltet die Augustenstraße um. Wesentliches Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Verkehrssicherheit zu verbessern. Zwischen Brienner und Görresstraße erhalten zukünftig Rad- und Fußverkehr mehr Platz. Das Baureferat pflanzt zudem 17 neue Bäume.

Oben im Bild: Visualisierung der Umgestaltung Augustenstraße
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Bauabschnitte

Kartenauschnitt Bauabschnitte
Baureferat

Das Baureferat arbeitet in mehreren Bauabschnitten bis zur Fertigstellung des Projekts Ende 2027. 2026 werden die Straßenabschnitte zwischen Gabelsberger-, Steinheil- und Theresienstraße nacheinander umgestaltet; zunächst die Westseite, dann die Ostseite. 2027 folgen die Bereiche zwischen Brienner-, Theresien-, Schelling- und Görresstraße – ebenfalls abschnittsweise; zunächst auf der Westseite, dann auf der Ostseite.

Bauablauf 2026

Die Ausführung erfolgt in insgesamt fünf Teilabschnitten: Zunächst wird die Westseite in zwei Teilabschnitten umgebaut, gefolgt von der Ostseite in zwei weiteren Teilabschnitten. Die Herstellung der neuen Fahrbahn ist ab November 2026 geplant.

Abschnitt I
Das Baureferat startet zwischen Steinheil- und Theresienstraße (Westseite).

Abschnitt II
Es folgt die westliche Seite zwischen Gabelsberger- und Steinheilstraße.

Abschnitt III
Danach verlegt das Baureferat die Baustelle auf die Ostseite zwischen Gabelsberger- und Steinheilstraße.

Abschnitt IV
Voraussichtlich im Herbst beginnt das Baureferat mit der Ostseite zwischen Steinheil- und Theresienstraße.

Abschnitt V
Abschließend wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres die neue Fahrbahn zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße
asphaltiert.

Verkehr

Während der Bauzeit ist in Fahrtrichtung Süden (Hauptbahnhof) eine Einbahnregelung eingerichtet. Die Durchfahrt Richtung Norden (Josephsplatz) ist nicht möglich. Sie können über die Gabelsberger-/Luisen- und Theresienstraße Richtung Norden fahren.
Die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augustenstraße und Enhuberstraße zur Sackgasse.

Während der Bauzeit werden Fuß- und Radverkehr sicher innerhalb der Baufelder geleitet. Provisorische Lieferzonen werden für den Lieferverkehr eingerichtet. Das Parken auf der Ostseite wird je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich sein. Alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich.

Für die Herstellung der neuen Fahrbahn wird die Augustenstraße voraussichtlich ab November 2026 für den Verkehr gesperrt. Die Sperren werden abschnittsweise als Sackgasse eingerichtet, sodass insbesondere Anlieger- und Lieferverkehr Zufahrt ins Baufeld hat und dann wenden kann.

Über Sperrungen informiert Sie die Bauleitung vor Ort frühzeitig.

Kontakt

Bei Fragen zur Baumaßnahme und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Bauleitung vor Ort
Ingenieurbüro Kaltenecker
Telefon: 0171 6 99 29 15

Baureferat Tiefbau Oberbauleitung
E-Mail: oberbauleitung.tiefbau@muenchen.de

Projektinformation

(10. März 2026) Das Baureferat hat mit den Arbeiten für das Umgestalten der Augustenstraße begonnen. Das Projekt umfasst die Augustenstraße zwischen Dachauer und Görresstraße und soll Ende 2027 fertiggestellt sein, Restarbeiten werden im Frühjahr 2028 abgeschlossen. Im ersten Bauabschnitt wird zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße gearbeitet. Die Planungen hat das Baureferat (Tiefbau) auf Basis des Konzeptes des Mobilitätsreferates erarbeitet.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt:Mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität, darum geht es bei der umfangreichen Umgestaltung der Augustenstraße, die sich der Bezirksausschuss und viele Menschen im Quartier wünschen. Wir werden neue Straßenbäume pflanzen. Wo das aufgrund der Leitungen im Untergrund nicht möglich ist, sorgen wir auf zusätzlich entsiegelten Flächen für eine artenreiche Bepflanzung. Alle diese Maßnahmen zahlen unmittelbar auf die Lebensqualität in der stark versiegelten und hochverdichteten Maxvorstadt ein. Sie kommen damit allen Menschen, die hier wohnen, arbeiten und studieren zugute. Mein Dank gilt insbesondere den vielen Gewerbetreibenden und Anwohnenden für ihr Verständnis während der Umbauzeit.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt:Mit dem Umbau wird die Augustenstraße für die Zukunft fit gemacht. Für diejenigen, die jeden Tag durch die Straße laufen, wird der dringend benötigte Raumgeschaffen. Künftig wird es genug Platz zum Flanieren, dem entspannten Einkaufen und Verweilen unter neu gepflanzten Bäumen und auf den vielen zusätzlichen attraktiven Sitzgelegenheiten geben. Auch größere Freischankflächen können künftig Platz finden. Der Verkehr auf der Fahrbahn fließt dank baulicher Maßnahmen künftig langsamer, sodass auch der Radverkehr dort sicher unterwegs sein kann. Der Lieferverkehr bekommt zahlreiche neue Lieferzonen und kann künftig geordnet stattfinden.

Das Baureferat wird nach dem Konzept des Mobilitätsreferats die bestehenden schmalen Radwege der Augustenstraße zwischen Brienner und Görresstraße zurückbauen, zugunsten breiterer Gehwege mit einer Mindestbreite von vier Metern. Zusätzlich werden an den Kreuzungsbereichen Gabelsberger-, Steinheil-, Rottmann-, Heß- und Zieblandstraße die Gehwegbereiche verbreitert. Das verbessert die Querungsmöglichkeiten für Zufußgehende. Um die Barrierefreiheit zu erhöhen, erhalten die mit Ampeln ausgestatteten Kreuzungen Brienner, Gabelsberger- und Theresienstraße Bodenindikatoren und differenzierte Querungen für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen.

Der Radverkehr wird künftig auf der Fahrbahn der Augustenstraße im Mischverkehr geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen aufgeweitete Radaufstellstreifen, von denen aus der Radverkehr vor dem Kfz-Verkehr gut sichtbar in alle Richtungen abbiegen kann. Entlang der Augustenstraße sind zwischen Brienner und Görresstraße zudem 36 neue Sitzbänke geplant.

Im Rahmen des Projekts können alle vorhandenen Bestandsbäume erhalten bleiben und es kommen 17 neue Bäume mit klimaresilienten Arten in der Augustenstraße hinzu. Dadurch wird im Straßenraum zwischen der Brienner Straße und der Görresstraße eine Baumkronenüberdeckung von etwa 30 Prozent erzielt, was erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die bestehenden Heckenstrukturen außerhalb des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches bleiben erhalten und werden durch Pflanzungen ergänzt. Dort, wo es wegen unterirdischer Leitungen und Brandschutzvorgaben nicht möglich ist, weitere Bäume zu pflanzen, entsiegelt das Baureferat Flächen und bepflanzt sie ästhetisch ansprechend und insektenfreundlich. Den Rückbau der Radwege wird dafür genutzt, den in diesen Bereichen bestehenden Straßenbäumen mehr Wurzelraum zu geben.

Im künftig verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße gilt nach dem Umbau eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Dort erhöht das Baureferat die Aufenthaltsqualität durch teils acht Meter breite Seitenbereiche, zusätzliche Baumpflanzungen, Freischankflächen und Sitzmöblierung. An der Gabelsbergerstraße kann ein Baum straßenmittig zwischen den Fahrspuren gepflanzt werden, was den besonderen Charakter dieses Abschnitts weithin sichtbar macht und insbesondere zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung des motorisierten Verkehrs beiträgt. In diesem Abschnitt, so wie im gesamten Abschnitt zwischen Brienner und Schellingstraße, sorgen seitliche Großsteinpflaster für eine optische Verengung der Fahrbahn, ebenfalls mit dem Ziel einer Geschwindigkeitsreduzierung. Die Grünbereiche unter den Bäumen unterpflanzt das Baureferat mit einer Stauden-Gräsermischpflanzung zugunsten der Biodiversität im Stadtraum.

Mit dem Umbau reagiert die Landeshauptstadt auch auf den hohen Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder in der Augustenstraße. Insgesamt entstehen 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze, zehn für Lastenräder. 197 Kfz-Parkplätze bleiben in der Augustenstraße erhalten, inklusive Behindertenparkplatz, geteilten Abstellflächen für E-Scooter und zwei Carsharing-Parkständen. 26 Kfz-Parkplätze sind an Lieferzonen gebunden. Sie stehen außerhalb der Lieferzeiten zum Mischparken zur Verfügung.

Um die verkehrlichen Auswirkungen zu minimieren, erfolgt die Gesamtausführung in mehreren Teilabschnitten. Zunächst wird 2026 der Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße umgebaut. Im Jahr 2027 folgen die Abschnitte zwischen Brienner und Gabelsbergerstraße, sowie zwischen Theresien- und Görresstraße. Während der Bauzeit 2026 ist ab 9. März bis voraussichtlich Mitte November im Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße in Fahrtrichtung Süden eine Einbahnregelung eingerichtet. Als Umfahrung in Richtung Norden wird eine Umleitung über die Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße eingerichtet. Die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augusten- und Enhuberstraße zur Sackgasse. Der Fuß- und Radverkehr wird während der Bauzeit sicher innerhalb der Baufelder geleitet. Das Parken auf der Ostseite wird je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich sein. Alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich. Für das Herstellen der neuen Fahrbahn wird die Augustenstraße zwischen der Gabelsberger- und Theresienstraße voraussichtlich ab November 2026 für den Kfz-Verkehr in zwei Teilabschnitten zur Steinheilstraße gesperrt. 

Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt, auch der Radentscheid München wurde bei der Planung beteiligt. Gewerbetreibende und Anwohnende konnten ihre Anliegen bei zusätzlichen Veranstaltungen des Mobilitäts- und des Baureferats einbringen. Die Bauzeit für die umfangreiche Umgestaltung liegt bei zwei Jahren. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei sieben Millionen Euro. Teile der Maßnahme werden mit knapp 700.000 Euro aus den Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung gefördert.

Förderung

BMUKN Logo Natürlicher Klimaschutz